Verschiedene Linux Versionen

Wie inzwischen bekannt, bezeichnet der Name Linux einen Kernel, auf dem unterschiedliche Betriebssysteme aufbauen. In diesem Zusammenhang wird oft über verschiedene Linux Versionen geredet. Zutreffender ist der Begriff Distribution. Von einer Distribution gibt es dann eine Reihe von Releases, also Veröffentlichungen. Eine Distribution umfasst den Kernel und eine Reihe von Softwarepaketen, die auf den Kernel aufgesetzt wurden, um besonderen Ansprüchen zu genügen. Das heißt die Distribution berücksichtigt sowohl die Prozessorarchitektur als auch die Aufgaben der Software. Es gibt eine ganze Reihe solcher Linux Distributionen, von denen die wichtigsten hier kurz vorgestellt werden sollen.

• Debian: Diese Distribution unterstützt die meisten Prozessorarchitekturen und hat auch die größte Sotfwareauswahl. Debian ist die bekannteste und größte Linux Distribution. Sie wird inzwischen auch von zahlreichen öffentlichen Einrichtungen verwendet. So benutzen die Stadt München und Wien Debian basierende Softwarearchitekturen. Auch das Bundesamt für Informationstechnik setzt auf Debian Desktop-Systeme. Das System ist ausgezeichnet dokumentiert und gilt als universell einsetzbar. Außerdem gibt es zahlreiche Softwareanwendungen, die das System unterstützen. Insofern ist Debian die erste Wahl, wenn es um die Entscheidung für ein neues Betriebssystem geht, sowohl für Servertechnologien als auch für Desktopsysteme.

• Ubuntu: Die augenblicklich populärste Distribution für Heimrechner heißt Ubuntu. Sie basiert auf einer Debian Distribution, die aber den besonderen Bedürfnissen von Anwendern ohne weitere Programmierkenntnisse angepasst wurde. Sie ist besonders benutzerfreundlich. Auch für Ubuntu gibt es zahlreiche Programme, die alle typischen Anwendungsbereiche abdecken. Ubuntu wurde speziell zu dem Zweck geschaffen, Linux-Umsteigern den Einstieg in die Linux-Welt zu erleichtern. Die Einrichtung einer eigenen Systempartition vor der Installation parallel zu Windows ist Teil der Installationsroutine.

• openSUSE: Die von der Distribution Suse abstammende, kostenlose Distribution ist besonders in Deutschland verbreitet ist. Sie ist unter anderem als installierbare Live-CD erhältlich und kann komplett über das Werkzeug YaST administriert werden.

• Red Hat: Red Hat Enterprise Linux (RHEL) ist die populärste kommerzielle Linux-Distribution. Sie wird von der gleichnamige Firma hergestellt wird und wurde speziell auf die Bedürfnisse des Unternehmensmarkts abgestimmt. Sie gilt als Marktführer unter den Linux-Distributionen. Zahlreiche unabhängige Software-Hersteller unterstützen sie.

Daneben gibt es noch zahlreiche andere Distributionen für unterschiedliche Zwecke. Wer sich genauer über die einzelnen Distributionen informieren will, kann dies auf den jeweiligen Projektseiten tun.

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