Linux Ubuntu: das menschliche Betriebssystem

Die augenblicklich populärste Linux Distribution für Desktop-Computer heißt Ubuntu. Sie basiert auf einer Debian Distribution, die aber den besonderen Bedürfnissen von Anwendern ohne weitere Programmierkenntnisse angepasst wurde. Sie ist besonders benutzerfreundlich. Auch für Ubuntu gibt es zahlreiche Programme, die alle typischen Anwendungsbereiche abdecken. Ubuntu wurde speziell zu dem Zweck geschaffen, Linux-Umsteigern den Einstieg in die Linux-Welt zu erleichtern. Die Einrichtung einer eigenen Systempartition vor der Installation parallel zu Windows ist Teil der Installationsroutine.

Der Name Ubuntu leitet sich aus dem Zulubegriff für Menschlichkeit ab. Die Entwickler der Distribution verfolgten genau dieses Ziel. Es sollte ein leicht zu installierendes und besonders anwenderfreundliches Desktop-Betriebssystem geschaffen werden mit zu diesem Zweck aufeinander abgestimmter Software.

Unter anderem gilt bei Linux Ubuntu die Regel, für jede Aufgabe ein Programm zur Verfügung zu stellen. Das südafrikanische Unternehmen Canonical Ltd. unterstützt die Entwicklung als Sponsor. Inzwischen wurde Ubuntu über 25 Millionen Mal heruntergeladen oder verteilt.

Wer Ubuntu testen möchte, kann das Betriebssystem innerhalb von ein paar Minuten herunterladen und installieren. Es ist möglich Ubuntu parallel zum Windowsbetriebssystem auf einem Rechner zu installieren, ohne dass besondere Kenntnisse erforderlich sind. Außerdem enthält die Distribution bereits zahlreiche Standardprogramme, wie zum Beispiel Office-Anwendungen und einen E-Mail Client. Für geübte PC-Benutzer ist der Einstieg kinderleicht. Außerdem gibt es für besondere Ansprüche Unterdistributionen wie zum Beispiel Ubuntu Studio. Sie ist auf den Bedarf von Mediengestaltern zugeschnitten und enthält Programme zur Grafikbearbeitung sowie für die Bearbeitung von Sound- und Videodateien. Ubuntu ist gut dokumentiert. Aber auch bei dieser Linux-Distribution sind gute Englischkenntnisse ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wobei es das Betriebssystem mit einem deutschen Sprachpaket gibt, das alle Anforderungen erfüllt. Ein weiterer Vorteil von Ubuntu ist das Softwarecenter. Mit ihm lässt sich sowohl die vorinstallierte Software verwalten, als auch Software für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche finden.

Damit ist Ubuntu deutlich anwendungsfreundlicher als konkurrierende Betriebssysteme kommerzieller Anbieter. Lediglich weitverbreitete Standards der speziell für Microsoft und Mac konzipierten Software stehen einer weiteren Verbreitung im Weg. Wer Ubuntu aber zu Hause für einen einzelnen Arbeitsplatz nutzen will, bekommt hier alles, was er braucht.

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