Linux als Smartphone-System

Smartphones sind ein Megatrend. Die Verschmelzung von PC und Mobile in Verbindung mit dem Internet und GPS erlaubt fast grenzenlosen Informationsaustausch. Wird diese Synthese dann noch in Verbindung mit dem Cloud-Computing genutzt, werden die Kommunikation und der Informationsaustausch in Schrift, Wort und Bild universell. Auch wenn Apple diesen Markt anführt, haben Linux-Betriebssysteme mit verschiedenen Distributionen inzwischen einen Marktanteil von 45 %. Allerdings tragen die auf dem Linux-Kernel basierenden Betriebssysteme neue Namen und unterscheiden sich in ihrer Architektur oft wesentlich von den typischen Server- und Desktop-Distributionen. Für Smartphones gibt es speziell optimierte Linux-Distributionen. Sie bieten neben den Telefonie- und Textnachrichten-Funktionen, diverse PIM-, Navigations- und Multimedia-Funktionen. Die Bedienung erfolgt typischerweise meist über Multi-Touch oder mit einem Stift. Linux als Smartphone-System wird meist von einem Firmenkonsortium oder einer einzelnen Firma entwickelt.

Die Betriebssysteme unterscheiden sich teilweise sehr stark von den sonst klassischen Desktop- und Server-Distributionen. Anders als die Betriebssysteme der Konkurrenz sind die Smartphone-Distributionen aber nicht auf bestimmte Geräte beschränkt. Sie dienen als Betriebssystem für Geräte ganz unterschiedlicher Modellreihen und werden oft herstellerübergreifend eingesetzt. Das prominenteste Beispiel eines Smartphone Betriebssystems, das auf dem Linux-Kernel basiert, ist Google-Android. Da sich Samsung, der erfolgreichste Konkurrent von Apple auf dem Smartphone-Markt für Android entschieden hat, konnte sich Linux-Technologie auch in diesem neuen Markt rasch etablieren.

Wie andere Linux-Distributionen ist Android ein freies quelloffenes System, das Nutzern und Entwicklern deutlich mehr Freiheiten bietet, als vergleichbare Betriebssysteme von Apple oder Microsoft. Technisch steht das Betriebssystem den Konkurrenten nicht nach. Auch Android nutzt die Touchscreen-Technologie und bietet ebenso viel Benutzerfreundlichkeit wie das iOS der Apple iPhones. Auch hier hat sich schnell eine Entwicklergemeinde gebildet, die Apps anbietet und im Gegensatz zu Apple auf restriktive inhaltliche oder technische Beschränkungen Einschränkungen verzichtet. Fasst man die Tatsache zusammen, dass Linux-Technologien heute sowohl im Bereich der Server, der Desktops, als auch der Smartphone-Technolgie zu den führenden Anbietern zählen, ergeben sich für Unternehmen aller Art Perspektiven bei der Einsparung von Kosten, der Steigerung der Effizienz und der Flexibilisierung von Abläufen, die bei den Mitanbietern so nicht möglich sind.

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