Kreditkartenprobleme dank Softwarefehler ist das abwegig?

Der bargeldlose Zahlungsverkehr erfreut sich in der jüngeren Vergangenheit wachsender Beliebtheit. Zum einen möchten viele Menschen nicht mehr so viel Bargeld mit sich führen, wenn sie unterwegs sind. Andererseits ist die Kreditkarte in nahezu allen Ländern der Welt als offizielles Zahlungsmittel anerkannt. War es anfangs noch so, dass vor allem größere Beträge komfortabel mit der Kreditkarte bezahlt wurden, sind es mittlerweile vermehrt auch kleine Beträge. Viele nutzen die Kreditkarte auch in Geschäften oder beim Shopping im Internet zum Bezahlen, weil der Betrag selten sofort, sondern erst bei der nächsten Kreditkartenabrechnung vom Konto abgebucht wird. Wann dieser Zeitpunkt ist, variiert von Anbieter zu Anbieter. Bei manchen Geldinstituten findet die Abbuchung monatlich, bei anderen hingegen quartalsweise statt. Dennoch kommt häufig die Frage auf, wie sicher die Zahlung mit der Kreditkarte überhaupt ist.

Wo Probleme entstehen können

Liest man sich durch eingängige Foren im Internet, dann klagen Inhaber von Kreditkarten häufig über Probleme beim Abheben von Bargeld, beim Zahlen im Ausland oder in einigen Onlineshops. So wird zum Beispiel oftmals geschrieben, dass der Bankautomat die Karte einfach einbehalten hat oder dass Transaktionen einfach abgebrochen werden. Doch worauf können derartige Probleme zurückgeführt werden? Nur in sehr seltenen Fällen ist eine fehlerhafte Kreditkartensoftware dafür verantwortlich. Vielmehr sind derartige Probleme auf die Banken oder auf die Händler, bei denen gezahlt werden soll, selbst zurückzuführen. Wird eine Transaktion, etwa beim Zahlen in einem Onlineshop einfach abgebrochen, können allerdings stets mehrere Gründe dafür verantwortlich zeichnen. So kann es natürlich an der Software des Shops liegen. Weist diese ein fehlerhaftes Verfahren auf, wird die Transaktion an irgendeinem Punkt abgebrochen. Es kann aber auch an der Kreditkarte selbst liegen. Vielleicht kann diese nicht mehr zweifelsfrei ihrem Inhaber zugeordnet werden. Dies kann beispielsweise passieren, wenn das bargeldlose Zahlungsmittel Opfer eines Missbrauchs geworden ist. Da die Kreditkartennummer und die Prüfziffer, die auf jeder Kreditkarte abgedruckt sind zur Zuordnung der Karte dienen, können diese hochsensiblen Daten auch von Kriminellen immer noch einfach herausgefunden und für die eigenen Zwecke missbraucht werden. In diesem Fall sollte der Betroffene sein Geldinstitut über den Fehler informieren und abklären, ob irgendetwas mit seiner Kreditkarte nicht mehr in Ordnung ist oder ob Softwarefehler dafür verantwortlich sind.

Die große Panne 2010

Zur Jahrtausendwende befürchteten IT-Experten aus aller Welt große Probleme bei der Umstellung auf das neue Datum, auf das neue Jahrtausend. Jedoch blieb der große Crash seinerzeit aus. Vielmehr sahen sich circa 30000 Besitzer von EC- und Kreditkarten zum Jahreswechsel 2010 dem bereits zehn Jahre zuvor erwartetem Problem gegenüber. Der Chip, der in die Kreditkarten integriert ist, harmonierte nicht mit der Software und dem darin programmierten Datumswechsel. Die Betroffenen konnten damals mit ihren Kreditkarten weder in Geschäften zahlen, noch an einem Automat Bargeld abheben. Lediglich Karten, in denen noch ältere Chips verbaut waren, zeigten diese Probleme nicht. Dieses Softwareproblem konnten die IT-Experten der Banken jedoch mittlerweile beheben und der bargeldlose Zahlungsverkehr kann wieder problemlos vonstattengehen. Derartige Probleme wie 2010, gibt es inzwischen nicht mehr. Deshalb können Kreditkartenprobleme aufgrund von fehlerhaften Softwareanwendungen nahezu ausgeschlossen werden. Wie das Beispiel zur Jahreswende 2010 jedoch zeigte, sind sie jedoch nicht in jedem Fall immer ganz auszuschließen. Erfreuend ist aber, dass solche Probleme die Seltenheit sind und das aktuelle Kreditkartenprobleme zumeist auf andere Fehlerquellen und nicht auf eine mangelhaft programmierte Software zurückzuführen sind.

Die eigene Kreditkarte prüfen

Wer selbst nach Fehlerquellen suchen möchte, kann einerseits sein Kreditinstitut konfrontieren. Es gibt aber heutzutage im Internet kostenlose Tools, mit welchen die eigene Kreditkarte auf Fehlerquellen überprüft werden kann. Im Netz gibt es diese Möglichkeit. Nachdem das Geldinstitut ausgewählt wurde, kann die Kreditkartennummer auf ihre Richtigkeit hin untersucht werden. Ist eine Zuordnung zum Kreditkarteninhaber nicht zweifelsfrei möglich, dann sollte unbedingt die Karte gesperrt respektive die Bank darüber in Kenntnis gesetzt werden.

Bildquelle: aufgehts2013; flickr

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