Das Computerspielemuseum in Berlin - die Geschichte der lustigen Unterhaltungsprogramme

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Vom Alexanderplatz in Berlin sind es nur ein paar Minuten zum Computerspielemuseum. Das einzige Museum dieser Art in Europa lockt Alt und Jung an, denn dort lassen sich viele Raritäten und bekannte Figuren aus der Vergangenheit bestaunen. Mehr als 300 Exponate können besichtigt werden und nicht nur Lara Croft wartet hier in Lebensgröße auf erstaunte Besucheraugen.

Der Nimrod

Das erste Computerspiel war 1951 auf der Industrieausstellung in Berlin zu sehen und heute kann man das gewaltige Gerät mit seinen 480 Vakuumröhren im Museum bestaunen. Bereits 1939 konnte man gegen seinen Vorläufer, einen Rechenroboter, in New York auf der Weltausstellung antreten und alle Spieler erhielten damals einen Button mit der Aufschrift " i have seen the future". Sogar damals amtierende Politiker ließen es sich nicht nehmen, gegen den Nimrod anzutreten und der amtierende Wirtschaftminister musste sich von Adenauer auslachen lassen, weil das Gerät in schlagen konnte.

Commodore, Atari, Amiga & Nintendo

Ältere Generationen erinnern sich noch an Commodore, ein Unternehmen das in den 1980er Jahren den Markt der Heimcomputer unter Kontrolle hatte. Nach Schreibmaschinen stelle der Konzern den PET 2001 her und das Gerät wurde der erste Computer, den man in Deutschland über ein Versandhaus bestellen konnte. Es folgten der VC24 und der C64, der vor allem durch seine Musikfähigkeiten und seine Grafik überzeugen konnte. Wings of Fury, Bubble Bobble oder Turrican sind Spieleklassiker, an die sich viele noch heute mit einem Schmunzeln erinnern. Atari und Nintendo übernahmen dann die Wohnzimmer und mit Mario, Space Invaders und Pacman zog eine völlig neue Art der Unterhaltung in die deutschen Wohnzimmer. Auf dieser Seite im Netz finden Spielfreunde dagegen modernere Möglichkeiten für ihre Freizeit.

Die Spielautomaten

Der erste münzbetriebene Spielautomat ist ebenfalls im Museum zu bewundern. Computer Space heißt das Gerät, das als Vorläufer von Pong gilt und es wurde 1971 erfunden. Dass damals Thomas Gottschalk für Pong warb, erfahren die Besucher des Museums hier auf sehr lebendige Weise und natürlich fehlen bei den Spielautomaten auch nicht die Klassiker Asteriod oder Donkey Kong.

Die Spielhalle

Hier werden mehr als 50 Spielmitschnitte bekannter Konsolen gezeigt und Bomb Jack oder das Tamagotchi werden den älteren Besuchern wieder in Erinnerung gerufen, während die jungen Spieler erstaunt auf den Zeitvertreib ihrer Eltern blicken. Montags ab 18 Uhr werden seltene Exponate zum Leben erweckt und dann können die Besucher auch eine 3D-Simulator aus dem Jahr 1994 bestaunen. Natürlich lassen sich im Museum auch moderne Varianten testen und wer den 3DS von Nintendo ausprobieren möchte, ist hier genau richtig.

Der Spielomat der DDR

Poly-Play, so hieß der einzige Spielautomat der DDR und auch ihn kann man im Museum bewundern. Etwa 1000 Stück wurden angefertigt und in öffentlichen Einrichtungen aufgestellt. Allerdings waren die Geräte mit einem Preis von 35.000 Ostmark ein sehr teures Vergnügen.

Geschrieben von Andrea Wiesenthal

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